Sonntag, 13. März 2016

Heute jibbet Thai - Panang-Curry, ein mildes Erdnusscurry

 
 
Meine Lieben,
 
einige meiner Freunde haben mich nach einem thailändischen Rezept gefragt und bisher habe ich mich immer gedrückt. Warum Freunde nach thailändischen Rezepten fragen und ich mich bisher gedrückt habe? Das ist mal wieder eine längere Geschichte:
 
Mein Papa hatte vor Jahren einen Geschäftskontakt zu einem Ehepaar, bei dem die Frau aus Thailand kam. Irgendwie haben sich die Thailänderin und meine Mama kennengelernt und dies führte dazu, dass unsere ganze Familie in die thailändische Genusswelt eingeweiht wurde. Ich erinnere mich noch daran, als wäre es gestern gewesen, als meine Schwester und ich mit unseren Eltern zum ersten mal beim Thailänder waren... Es war ein Restaurant in Düsseldorf im Hilton-Hotel. Seit diesem Tag sind wir fünf - auch wenn mein kleiner Bruder an dem Abend noch nicht mit war - absolute Thaifood-Junkies. Es gibt keine Stadt, die wir je besucht haben, in der wir nicht nach einem Thailänder gesucht haben und dort eingekehrt sind. Mama hat damals einen thailändischen Restaurantführer besorgt oder geschenkt bekommen und ich glaube, Mama und Papa haben unser Ausflüge nach diesem Restaurantführer geplant ;-) Ohne zu übertreiben -  wir haben uns bestimmt durch den ganzen Restaurantführer gefuttert. Egal ob in Nord-, Ost-, Süd- oder Westdeutschland, in Belgien und den Niederlanden -  wir waren immer Thai essen ;-) Auch heute noch ist es so, dass, wenn wir in eine neue Stadt kommen, erstmal gegoogelt wird, ob es einen ordentlichen Thailänder gibt. Weil: Thai geht immer!!!
 
Da man ja nicht immer Thai essen gehen kann, hat Mama irgendwann angefangen, Thai zu kochen und dieses an uns drei Kinder weitergegeben. Und so kommt es, dass meine Schwester und ich unserem Bruder zum 20ten ein 5 Gänge-Thai-Menü gezaubert haben, ich zum 30ten Geburtstag meines Mannes ein thailändisches Buffet gerichtet habe, Freunde von uns ein selbst gekochtes thailändisches Menü zur Hochzeit geschenkt bekommen haben, der ein oder andere Kollege schon mal an meinem Mittagessen naschen durfte und, und, und. Ich glaube die Frage, warum Freunde nach Rezepten fragen, wurde ausführlich beantwortet ;-)  Warum ich mich gedrückt habe? Weil ich bereits in Franken gelebt habe, als ich mit dem Blog gestartet bin und dort die Einkaufsmöglichkeiten mehr schlecht als Recht waren ;-)
 
Für 2 Personen benötigt ihr:

1 - 3 EL Panangcurrypaste - abgepackte Currypaste ist konzentrierter als selbst hergestellte. Wenn ihr noch nicht mit der Thaiküche bekannt sein, ist weniger mehr

2 TL Palmzucker - spezielle Zuckerart. Kann durch braunen oder weißen Zucker ersetzt werden, schmeckt dann aber weniger authentisch. Palmzucker wird in verschieden Formen angeboten. Wenn ihr könnt schaut nach dem, der bereits krümelig ist

1 EL Fischsoße  - Würzsoße aus fermentiertem Fisch. Dient in der Thaiküche als Salzersatz. Stinkt zwar ekelig, gehört aber einfach ins Essen

1 große Dose Kokosmilch
 
 
300 g Fleisch  eurer Wahl in Streifen geschnitten  - Hühnchenfilet, Schweinfilet oder Rinderfilet. Im Grunde alles, was sich zum Kurzbraten eignet

Saft einer Limette

2 EL geröstete Erdnüsse. Mit einem Mörser, einer Küchenmaschine oder einfach mit dem Nudelholz grob zerkleinert

 
Alle Zutaten bekommt ihr im Asia-Supermarkt oder aber inzwischen auch in gut sortierten Supermärkten. Panang ist eines meiner Lieblingscurrys und erfordert eigentlich noch ein paar mehr Zutaten. Aber um euch nicht direkt beim ersten Mal zu überfordern, habe ich bewusst darauf verzichtet, Zutaten, die nur zu Deko-  & Schärfungszwecken benötigt werden, mit aufzuführen.  Ich habe diesmal sogar meine Currypaste selber hergestellt und war restlos begeistert. Wenn ihr also Interesse habt, kann ich auch gerne mehr und aufwendigere Rezepte zur Verfügung stellen. Hinterlasst mir doch dazu mal einen Kommentar!!!

Endlich geht es an die Zubereitung:

In diesem Fall solltet ihr alle Zutaten parat stellen, da die Zubereitung echt schnell geht.

Zuerst gebt ihr eure Currypaste in eine heiße Pfanne und bratet diese etwas an. Dadurch entfalten sich die Aromen besonders gut. Nun gebt ihr zwei dicke Esslöffel von der Kokosmilch - wenn ihr die Dose vorher nicht geschüttelt habt, ist sie oben etwas dicker - zu euer Paste in die Pfanne und bratet beides gemeinsam an, damit sich Paste und Kokosmilch verbinden. Nun gebt ihr euer Fleisch mit dazu und bratet es auch an. Aber nicht zu lange, da sonst das Fleisch beim weiteren Zubereiten zäh werden könnte.
 
 
 
Nun mit der restlichen Kokosmlich aufgießen, Erdnüsse hinzufügen, mit Fischsoße und Palmzucker abschmecken und fertig ist euer Panang Curry. Dazu gibt es natürlich leckeren Duftreis, den ihr schon bevor ihr mit dem Kochen anfangt aufsetzten könnt.
 
Wenn euch das alles zu viel Arbeit ist und ihr nicht bei mir zum Essen eingeladen seid, könnt ihr es ja auch mal bei einem unserer Lieblingsthais probieren ;-)
 
 
 
 
In diesem Sinne noch einen schönen Sonntagabend und
 
joote Hunger, 
 
Katharina  

Ps.: Fragen? Immer her damit ;-)


 

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